Senefelder-Schule

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Fächer Deutsch Lesungen Lesung de Padova 2019

Lesung de Padova 2019

Lesung: Meine italienische Nonna (Großmutter)

Am 15. März besuchte der Wissenschaftsjournalist und Autor Thomas de Padova die Senefelder-Schule, um vor über 100 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums aus seinem neuesten Buch „Nonna" zu lesen.

Dieser Roman, eine Schilderung des Lebens seiner italienischen Großmutter, war für de Padova eine Premiere, hatte er doch bisher nur Bücher mit physikalischen Themen geschrieben, für die er in den Jahren 2010 und 2016 bedeutende Wissenschaftspreise erhalten hatte. Und dann war seine Lesung an der Sene für ihn das erste Mal, dass er vor Schülern auftrat, wie er uns verriet.

Eingeleitet wurde die Lesung durch ein kurzes Interview, bei dem er, der übrigens in Deutschland geboren ist, bereitwillig und ausführlich die gestellten Fragen zu seiner Person beantwortete. Danach erzählte er den interessierten Zuhörern, dass es sein erster Roman sei, mit dem er zum ersten Mal neue Pfade beschreiten wolle.

Der Roman ist autobiografisch geprägt und hinterfragt das Leben seiner in einem Dorf am Meer in der italienischen Provinz Apulien lebenden Großmutter, die er jedes Jahr im Sommer besuchte. Padovas Urgroßvater, sein Großvater und sein Vater hatten ihren Geburtsort vor vielen Jahren verlassen, um irgendwo in der Welt Arbeit zu finden. Seine Großmutter blieb allein zurück. Sie war übrigens immer schwarz gekleidet. War Trauer über den „Verlust" ihrer Männer im Spiel? Es tauchten viele Fragen auf. Ihm war lange Zeit unklar, warum der Großvater seine Nonna früher immer so behandelte, als existiere sie nicht. Warum hatten die beiden überhaupt geheiratet? War es vielleicht aus Tradition - oder war auch so etwas wie Liebe im Spiel? Bei seinen Befragungen und Recherchen, die viele Jahre andauerten, öffnete sich für den Autor eine Schatzkammer, angefüllt mit Geheimnissen, Gefühlen und vielen aufschlussreichen Ereignissen. Dabei geht es auch um das zwischenmenschliche und generationsübergreifende Kümmern und Erklären von Dingen, die die eine Seite oft nicht versteht und die über die angebotene Hilfe der anderen Seite dankbar ist. Die jungen Zuhörer fanden seine Ausführungen äußerst spannend und dachten dabei vielleicht auch an zuhause.

Der sehr sympathisch wirkende Autor stellte am Schluss seiner Ausführungen seinen jungen und aufmerksamen Zuhörern noch Fragen zum Zusammenleben verschiedener Generationen in ihren Familien, wobei bei den Antworten seitens der Schülerinnen und Schüler ersichtlich wurde, dass ältere Menschen oft eine Erklärung zu technischen Geräten brauchen, während junge aus der Lebenserfahrung ihrer Großeltern, die schon vieles erlebt haben, lernen können.

Folgendes äußerten die jugendlichen Zuhörer schriftlich nach der Lesung:

Es hat mir gefallen, weil es ein Thema war, mit dem sich jeder verbinden kann und man auch interessante Einblicke bekommen hat.

Es war sehr interessant. Seine Schreibweise war schön zu lesen/hören. Ich fand es auch gut, dass ich selbst über meine Verwandten nachgedacht habe.

Es hat mir gefallen, weil man sich in die Erzählung hineinversetzen konnte, da ich aus einer südländischen Familie komme und solche Lebenssituationen schon erlebt habe.

Mir hat's gefallen, da man frühere Erfahrungen von ihm und auch von anderen Schülern gesammelt hat.

Es war gut, hätte aber noch etwas tiefgründiger sein können und hat mich persönlich nicht so berührt.

Ich fand, es war gut, auch dass er uns nach den Großeltern gefragt hat.

War gut, da er ein sehr sympathischer Mann ist und total gut erzählen kann.

Ich persönlich würde es besser finden, wenn er eines seiner wissenschaftlichen Bücher vorgestellt hätte.

Ich fand es gut, weil es beeindruckend war, mal zu erfahren, wie es in der Gegend war, wohin man in Urlaub fährt.

Es hat mir gut gefallen, da die Erzählung sehr gut nachvollziehbar war. Ich fand es sehr mutig, so viel aus seinem Leben und dem Leben seiner Nonna als Buch zu veröffentlichen, das viele Menschen lesen werden.

Fand ich gut, wegen unterschiedlichen Lebensweisen früher und in anderen Teilen der Welt.

Die Idee, über das Verhältnis zu seiner Familie/Oma zu schreiben, finde ich gut. Das Buch ist schön geschrieben, die vielen Adjektive machen es anschaulicher. Die Vorstellung des Buches und das Vergleichen zwischen den einzelnen Familien fand ich sehr interessant. Gerne wieder

Es war sehr interessant und gut, da man erfahren konnte, wie er und seine Oma früher gelebt haben. Toll war auch, dass er mit seiner Oma so über ihre Vergangenheit geredet hat und dass er alles nachgefragt hat.

War eigentlich ein ganz interessantes Thema. Ich werde das Buch lesen. Der Vortrag war am Anfang sehr ermüdend, aber die Diskussionen mit den Schülern waren schön.

Hat mir gefallen, da es eine sehr berührende Geschichte ist/war und es auch sehr gut war, so etwas zu hören. Familie ist nun mal alles!

Hat mir gefallen, weil er ein Thema angesprochen hat, was uns alle betrifft.

Ich fand`s gut, weil man durch die Lesung indirekt darauf hingewiesen wurde, dass die Großeltern nicht für immer da sind. Definitiv ein Thema, das zum Nachdenken anregt und berührt.

Gut mit dem Publikum gesprochen. Interessantes Thema.

Ich fand es toll, da ich nicht so viel mit meinen Großeltern zu tun habe und der Vortrag mich ihnen etwas nähergebracht hat.

Ich fands nicht so gut, weil ich mit dem Thema nicht viel anfangen konnte, da meine Großeltern schon tot sind.

Es hat mir gefallen!

Ich kann damit nichts anfangen, da meine Großeltern schon tot sind.

2019 Lesung de Padova   2019 Lesung de Padova 2

Barbara Seubert